Kulturerbe braucht Material

Am 17. Oktober steht das Immaterielle Kulturerbe im Mittelpunkt. Dazu gehören auch traditionelle Handwerkstechniken, die über Generationen hinweg weitergegeben und erhalten werden. Die Buchbinderei ist ein gutes Beispiel dafür: Sie verbindet handwerkliches Können, Erfahrung und überliefertes Wissen mit hochwertigen Materialien.

 

Bücher bewahren Geschichten, Wissen und kulturelle Erinnerungen. Damit sie über viele Jahre und Generationen hinweg erhalten bleiben, braucht es neben dem handwerklichen Können auch Materialien, die für die Herstellung und Verarbeitung von Büchern geeignet sind.

 

In der Buchbinderei kommen dabei zahlreiche unterschiedliche Materialien zum Einsatz. Sie erfüllen jeweils bestimmte Funktionen und tragen dazu bei, dass ein Buch stabil, langlebig und hochwertig verarbeitet werden kann. Dazu gehören beispielsweise Schrenz als Rückeneinlage, Heftgaze zur Verstärkung, Kapitalbänder für den Buchabschluss, Scharnierstoffe, Fäden für die Fadenheftung oder verschiedene Papiere und Vliese.

 

Für uns als Unternehmen mit langjähriger Erfahrung in der Herstellung und Verarbeitung technischer und buchbinderischer Materialien ist die Verbindung von Tradition und Material besonders interessant. Denn handwerkliches Wissen kann nur dann dauerhaft weitergegeben werden, wenn auch die passenden Materialien und das Wissen über ihre Eigenschaften und Verarbeitung verfügbar sind.

 

Dabei geht es nicht darum, Tradition unverändert zu bewahren. Auch traditionelle Handwerke entwickeln sich weiter. Neue Materialien, moderne Produktionsverfahren und veränderte Anforderungen können dazu beitragen, bewährte Techniken langfristig zu erhalten und für die Zukunft weiterzuentwickeln.

 

Der Tag des Immateriellen Kulturerbes bietet deshalb einen guten Anlass, den Blick auf das Handwerk hinter den fertigen Produkten zu richten. Hinter jedem sorgfältig gebundenen Buch stehen Erfahrung, Präzision und viele einzelne Arbeitsschritte – und nicht zuletzt die Materialien, die diese Arbeit überhaupt ermöglichen.

 

Kulturerbe braucht Wissen. Kulturerbe braucht Handwerk. Und Kulturerbe braucht Material.